Farbgestaltung für Ihr Dachzimmer – Teil 2

Schon seit Jahrtausenden ist die Natur der beste Lehrmeister. So auch in der Welt der Farben. Mit unserer Natur als Vorbild und Ihren Emotionen je nach Jahreszeit, können Sie fühlen, welche Farben Sie in gute Stimmung bringen.

In welcher Jahreszeit fühlen Sie sich am wohlsten? Sind Sie der Sommer-Typ, der Herbst-Typ, der Winter-Typ, oder ist der Frühling für Sie die schönste Jahreszeit? Schließen Sie für 5 Minuten Ihre Augen und laufen Sie gedanklich durch die Jahreszeiten. Welche Farben sehen Sie? Wie ist Ihre Stimmung mit diesen Farben?

Emotionale Farbfindung für Ihr Dachzimmer

In Ihren Gedanken erschaffen Sie Bilder, die ich hier niemals so farbenprächtig darstellen könnte.

Beginnen wir im Frühling. Der Schnee taut ab und hinterlässt genügend Feuchtigkeit um alles rundherum zum blühen zu bringen. Die Natur erstrahlt in saftigen, leuchtenden Farben. Die Welt ist bunt und leuchtet.

Auch im Sommer bleibt es bunt. Auf den ersten Blick die gleichen Farben, und doch hat sich etwas verändert. Es wird trockener und die zuvor noch leuchtenden Farben werden blasser. Es ist warm und auch die Farben strahlen diese Wärme aus. Eine schöne bunte Welt mit gedämpfter Farbvielfalt.

Weiter in den Herbst, dominieren viele Brauntöne. Die Äcker sind frisch gepflügt und das Laub der Bäume färbt sich rot bis braun, bevor es abfällt. Die Wiesen werden wieder saftiger und stahlen in sattem grün. Noch immer gibt es viele Farben und Braun in allen Varianten.

Der Winter, die besinnliche Zeit. Die Nächte sind lang und die Landschaft weiß. Es ist kalt und auch die Farben werden kühler. Es dominieren Schwarz und Weiß mit vereinzelt ein paar bunten Farben.

Rationale Farbfindung für Ihr Dachzimmer

Die vorherige Übung können sie nach belieben wiederholen und noch mehr ausschmücken, als in der Kürze dargestellt.

Nachdem Sie Ihre Farben in Gedanken sehen, nun noch ein paar Eigenheiten, die speziell bei kleinen Räumen zu beachten sind. Sollten Sie ein großes Dachzimmer mit viel Platz und viel Licht besitzen, gelten andere Regeln. Speziell bei kleinen Dachzimmern gilt es möglichst viel der natürlichen Helligkeit zu behalten und dem Raum eine optische Weite zu geben. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Sie bei uns so viele weiße Möbel finden.

Weiß tritt optisch zurück und vergrößert somit den Raum. Dennoch empfehle ich ein paar farbige Akzente zu setzen, die oft schon durch den Fußboden, Fester und Türen gegeben sind. Sehr schnell wirkt ein kleiner Raum zu überladen, wenn noch viele weitere Farben hinzukommen. Hier gilt „weniger ist mehr“! Der Raum soll beruhigen und eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Dazu reichen oft schon ein paar Dekoartikel und vielleicht ein schmaler Steifen einer anderen Farbe.

Ist im Raum bereits ein großer Holzanteil vorhanden, möchte ich dringend von weitern Holzfarben abraten. Viele Jahre oder gar Jahrzehnte wurden Dachschrägen mit Holz vertäfelt und dann noch dunkle Möbel in den Raum gestellt. Diesen Höhlencharakter will heute kaum mehr jemand haben, wobei ich hiermit keineswegs Ihre individuellen Vorlieben erahnen kann. Es geht um Sie! Oft ist die eigene Intuition der bessere Ratgeber, doch beachten Sie, dass Farben einen großen Einfluss auf Ihre Laune und Ihr Wohlbefinden haben. Siehe Teil 1, in dem die Wirkung von Farben erklärt ist.

Im nächsten Teil erfahren Sie eine weitere Möglichkeit der Farbauswahl, bevor es dann zu allgemeinen Gestaltungsregeln übergeht.